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Chronik
Die Volkshochschule – damals und heute

Damals

Die Volkshochschule in Pöneck wurde am 26. Mai 1919 gegründet. In der Aula des heutigen Gymnasiums, der damaligen Bürgerschule fand die Gründungsveranstaltung statt. Die Volkshochschulen waren zu dieser Zeit unter dem Dach des "Deutschen Volkshausbundes e.V." organisiert dessen Anliegen es war "ein örtliches Bildungswesen zu schaffen, welches für alle Stände und Berufe, Parteien und Bekenntnisse verbindend sei".

Nach der Gründung wurden unter anderem Kurse in den Bereichen Philosophie, Naturwissenschaften, Landwirtschaft, Buchführung, kaufmännisches Rechnen, Englisch, Kultur und Gesundheitsvorsorge durchgeführt. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 bedeutete das vorläufige Ende der Volkshochschulen. Diese wurden nun unter dem Namen "Deutsche Heimatschulen" zur Verbreitung und Verherrlichung der nationalsozialistischen Ideologie missbraucht.Zur Neugründung der Volkshochschulen kam es nach Beendigung des zweiten Weltkrieges am 23. Januar 1946. Auf Befehl der sowjetischen Militäradministration wurde die Volkshochschularbeit in den sowjetischen Besatzungszonen fortgesetzt. Volkshochschulen waren nun staatliche Institutionen, die von den Ländern eingerichtet und unterhalten werden sollten. Inhalte der Arbeit waren auch die Vermittlung von Theorien des wissenschaftlichen Sozialismus sowie der Geschichte der Arbeiterbewegung.

Historische Dokumente zeigen, dass es seit 1947 Volkshochschulen in Schleiz und (Bad) Lobenstein gegeben hat.Über die Existenz einer Pößnecker Volkshochschule zu dieser Zeit gibt es keine Belege.
Mit der Gründung des Kreises Pößneck 1952 entstand auch die Kreisvolkshochschule Pößneck. Diese spielte in der Erwachsenenbildung allerdings eine eher untergeordnete Rolle, da wichtige Bereiche von anderen Einrichtungen wie zum Beispiel Urania (Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse) oder dem Kulturbund übernommen wurden. Dies war auch dem zunehmenden bildungspolitischen Einflusses des SED- Regimes und der damit verbundenen Reglementierung und Beschneidung der Zuständigkeiten geschuldet. Trotzdem galt die Volkshochschule als staatliche Schule mit entsprechend ausgebildeten Lehrkräften und Prüfungskompetenzen. Nicht zuletzt stellte die Volkshochschule für manchen Bürger auch ein Stück Freiraum dar, da es keine ideologischen Vorbedingungen (soziale Herkunft, Parteienmitgliedschaft oder konfessionelle Bindung) für den Besuch eines Kurses an der Volkshochschule gegeben hat.In den 70'er Jahren wurde der Bereich der beruflichen Bildung an neu gegründete Berufsakademien übergeben wodurch nach der Wiedervereinigung die Konkurrenzfähigkeit der Volkshochschule stark eingeschränkt war.

Mit der Wiedervereinigung erfolgte die Übergabe der Volkshochschulen an die Kommunen, die von nun an für die Einrichtung der Volkshochschulen zuständig waren. Im heutigen Kreisgebiet existierten nun die Volkshochschulen Pößneck, Schleiz und Lobenstein nebeneinander, bis im Jahre 1992 die Zusammenlegung der 1947 gegründeten Volkshochschulen von Schleiz und Bad Lobenstein erfolgte, wobei Schleiz fortan als Hauptstelle und Bad Lobenstein als Nebenstelle beziehungsweise Außenstelle fungierte. Im Zuge der Kreisgebietsreform von 1994 entstand der Saale-Orla-Kreis und diese Neuordnung der Kreisgrenzen führte auch zu einer schrittweisen Zusammenführung der Volkshochschulen Schleiz/ Lobenstein und Pößneck, wobei 1995 für beide Volkshochschulen ein gemeinsamer Beirat und eine gemeinsame Satzung verabschiedet wurden. 1998 kam es dann zur endgültigen Zusammenlegung der beiden Volkshochschulen zur heutigen Volkshochschule des Saale-Orla-Kreises.

Heute

Derzeit besteht die Volkshochschule aus einer Geschäftsstelle in Pößneck in der drei hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt sind, einer Geschäftsstelle in Schleiz und einer Außenstelle in Neustadt (Orla) in denen je eine nebenamtliche Mitarbeiterin angestellt ist sowie zwei ehrenamtlich betriebenen Außenstellen in Blankenberg und Wurzbach.

 

Mit freundlicher Unterstützung

Kreissparkasse Saale-Orla